Wirtschaft

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Die costaricanische Wirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr gewandelt. Der früher dominierende Wirtschaftssektor, die Landwirtschaft, ist vom Dienstleistungs- und Industriebereich überholt worden. So sind von den 7,3% des BIP-Wachstums in 2007 4,9% alleine auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen, 1,6% auf den Industriesektor und die restlichen 0,8% auf den Agrarsektor.

Wichtigster Devisenbringer ist jedoch auch weiterhin der Tourismus. In 2007 brachte der Tourismus Einnahmen im Wert von 1,9 Mrd. USD. Die Touristenanzahl belief sich in 2008 um insgesamt 2,1 Millionen. Besonders der Ökotourismus zieht zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt an.

Nach dem Tourismus ist der Export im elektronischen Bereich zweitgrößter Devisenbringer. Das amerikanische Unternehmen Intel trug im selben Jahr mit 2 Mrd. USD zum Exportwert bei. In 2007 erreichte Costa Ricas Export ein Wachstum von 15,9% im Ganzen. Neben den traditionellen Exportgütern wie z.B. Kaffee und Bananen, werden weitere Agrargüter wie Ananas, Zucker, Melonen, Reis und Zierpflanzen exportiert.

Costa Rica macht 60% des gesamten Handelsvolumens der mittelamerikanischen Staaten mit Europa und einer der wichtigsten Handelspartner in Europa ist Deutschland. Das Handelsvolumen zwischen Costa Rica und Deutschland betrug allein 2007 um die 600 Millionen Euro, wobei die Handelsbilanz zwischen beiden Ländern für Deutschland mit -330 Millionen Euro defizitär ausfällt.

Trotz dieser positiven Zahlen, hat sich die weltweite Wirtschaftskrise auch in Costa Rica bemerkbar gemacht. Im Jahre 2008 ist z.B. im Vergleich zu 2007 die Buchung von Hotelzimmern um 20% gefallen, und auch in anderen Bereichen, besonders im Export, sind Verluste zu verzeichnen. Dennoch zeigt das wirtschaftliche Panorama einige Stärken vor, die Hoffnung auf eine Besserung versichern, besonders durch die letzten Berichte der Costaricanischen Zentralbank. Diese besagen, dass das Land für das Jahr 2008 das niedrigste Defizit der letzten 25 Jahre zu vermelden hat. Auch hat die Regierung den sogenannten „Plan Escudo“ (Schutzschild-Plan) aufgestellt, der auf vorausschauende und seriöse Weise dem Land einen Weg bereitet um sich der Krise zu stellen.

Costa Rica ist Mitglied in verschiedenen Wirtschaftsgruppierungen. Seit 1962 ist Costa Rica Mitglied des zentralamerikanischen Gemeinschafts-Marktes (Mercado Común Centroaméricano). In 1990 ist Costa Rica dem GATT beigetreten. 1995 war Costa Rica Gründungsmitglied der WTO. Weiter hat Costa Rica Freihandelsabkommen mit Chile, Mexiko, der Dominikanischen Republik, Kanada, Caricom und Panama abgeschlossen. Seit dem 1. Januar 2009 ist das Freihandelsabkommen mit den USA und Zentralamerika sowie der Dominikanischen Republik in Kraft getreten. Darüber hinaus sind 2007 Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen zwischen den fünf Ländern Mittelamerikas (Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua, und als Beobachter, Panama) und der EU aufgenommen worden, welches unter anderem ein Freihandelsabkommen beinhalten wird. Diese Verhandlungen sollen im Laufe des Jahres 2009 erfolgreich beendet werden.
 

 

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