Frieden mit der Natur
Die Initiative der costaricanischen Präsidentschaft
“FRIEDEN MIT DER NATUR”
Die Initiative der costaricanischen Präsidentschaft “Frieden mit der Natur” stellt eine Hoffnung und eine Entscheidungshandlung zugleich dar, die unser Land als unverschiebbar betrachtet, um der Umweltzerstörung, unter der unser Planet Erde leidet, entgegenzutreten. Costa Rica übernimmt die gemeinsame Verantwortung vor der ganzen Welt, den Umweltschutz als Schwerpunktthema in die Entwicklungspolitik des Landes zu integrieren, da nur auf diese Art und Weise die Entwicklungspolitik langfristig nachhaltig gestaltet werden kann.
Die Regierung von Costa Rica lädt alle Länder weltweit ein, sich zu einer Bewegung für den Aufbau eines aktiven und beständigen Friedens mit der Natur zu vereinen. Dabei sollen die Länder freiwillig größeren Verpflichtungen, zu denen uns die Konventionen und andere internationale Instrumente zwingen, nachgehen. Es soll eine Weltallianz zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern auf einer neuen ethischen Basis geschaffen werden, die auf unserer gegenseitigen Abhängigkeit und auf dem Prinzip der gemeinsamen aber unterschiedlichen Verantwortungen beruht.
Costa Rica verpflichtet sich dem Ausland gegenüber eine internationale proaktive Agenda zugunsten der globalen Ziele, die von den Konventionen für den Umweltschutz hergeleitet sind, zu entwickeln, um damit sowohl eine größere Verpflichtung und politische Handlung zu fördern als auch um den Dialog und den Konsens zwischen den Ländern zu erleichtern.
Die Maßnahmen, die Costa Rica auf internationaler Ebene vorantreiben möchte, sind Folgende:
- Die Leitung eines internationales Netzes von CO2-neutralen Ländern (Norwegen, Neuseeland und Island haben sich bereits dieser Initiative angeschlossen).
- Die Schaffung eines globalen Systems zur Honorierung vermiedener Abholzung als Mechanismus zur Sicherung der Erhaltung und Bewahrung des Primärwaldes mit dem Interesse damit den anderen Ländern einen Anreiz zu geben, ihn nicht abzuholzen. Eine der offensichtlichsten Mängel am Kyoto-Protokoll ist die Tatsache, dass es einen Honorierungsmechanismus dem zukommen lässt, der den Wald abholzt und nicht der ihn erhält.
- Die Unterstützung des Erlasses der bilateralen Auslandsschulden für die Umwelt.
- Die Förderung der internationalen Initiative zugunsten der Einführung eines weltweiten Kanons bezüglich der Emission von Kohlenstoffdioxid.
In Bezug auf die Innenpolitik verpflichtet sich das Land, Kohärenz zwischen dem Diskurs und der politischen Handlung der Regierung zu schaffen. Um dauerhaft handeln zu können, übernimmt Costa Rica freiwillig die Verpflichtung, die Nachhaltigkeit der Umwelt als festen Bestandteil in die langfristige Staatspolitik, die verschiedene Bereiche der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung berücksichtigt und die von den Regierungen abwechselnd ausgeführt wird, mit einzubeziehen. Dieses Bestreben nach der Nachhaltigkeit der Umwelt ist eine Pflicht, die vom öffentlichen und privaten Sektor sowie von der Gesellschaft und jedem einzelnen Individuum geteilt werden muss. Um die Maßnahmen durchführen zu können und um die gesetzten Ziele zu erreichen, sollen Räume für den Dialog und eine Koordination für alle Sektoren und alle Institutionen übergreifend geschaffen werden sowie die notwendigen Räume für eine effektive Teilnahme der Bürger an den Umweltbelangen.
Aus diesem Grund hat sich Costa Rica innenpolitisch Folgendes zum Ziel gesetzt:
- Costa Rica möchte bis zum Jahr 2021 als erstes Land weltweit CO2-neutral sein. Der CO2-Ausstoß in Costa Rica soll mit einer äquivalenten Menge an Sauerstoff ausgeglichen werden damit das Land bis 2021 in keinster Weise zur globalen Erderwärmung und Luftverschmutzung beiträgt.
- Die Ausarbeitung eines Pflichtplans für die Verwaltung von Umweltbelangen für die staatlichen Einrichtungen.
- Die Vergrößerung der Fläche der Wälder und der geschützten Gebiete.
- Die Förderung von Lehrplänen in Bildungseinrichtungen im Bereich nachhaltige Entwicklung und Umwelterziehung.
Wo stehen wir?
Mittels verschiedener Richtlinien und vereinbarten Abkommen sind die Ministerien, die eigenständigen Institutionen und andere öffentliche Einrichtungen angewiesen worden, einen Plan für die Verwaltung von Umweltaspekten, einen Energiesparplan sowie einen Plan zur Abschwächung des Klimawandels zu präsentieren.
Costa Rica befindet sich in der Schlussphase der Ausarbeitung des Aktionsplans der Initiative in Bereichen, die für die Entwicklung des Landes vorrangig sind (Verwaltung von Umweltbelangen, territoriale Ordnung, Außenpolitik, Bildung und Klimawandel).
Das Netz der CO2-neutralen Länder wurde weltweit im Februar 2007 in Monaco eröffnet. Dort haben Costa Rica, Norwegen, Island und Neuseeland zusammen mit vier Städten und mehreren privaten Unternehmen Informationen ausgetauscht um die CO2-Neutralität zu erreichen, die sie sich als Ziel gesetzt haben. Es ist zu hoffen, dass sich andere Länder diesem großen Bestreben anschließen.
Costa Rica hat bereits ihre nationale Strategie bezüglich des Klimawandels ausgearbeitet, die abwechselnd von 6 strategischen Komponenten bestimmt wird:
- Abschwächung und Anpassung (die Förderung der Entwicklung von qualitativen Projekten zum Ausgleich der CO2-Ausstöße und zur Entwicklung von guten Umweltpraktiken)
- Messung (Einführung eines Systems zur präzisen und überprüfbaren Messung der Gase mit Treibhauseffekt; Mechanismen der Ermahnung mit eingeschlossen)
- Entwicklung der Kapazitäten und der technologischen Übertragung
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit
- Bildung und Kulturwechsel
- Finanzierung