Umweltschutz

Wandel

Bereits 1955 wurde in Costa Rica der Vulkan Irazú zum Nationalpark erklärt und war somit das erste staatliche Naturschutzgebiet. Seitdem in den 70er Jahren eine Nationalparkverwaltung entstand, nahm der Einsatz für den Umweltschutz in Costa Rica stetig zu. Man erkannte den Wert des Regenwaldes und investierte in Naturschutzgebiete, die heute fast ein Viertel des Landes ausmachen. Doch das war nicht immer so. Vor 40 Jahren noch war die Situation eine ganz andere: abgeholzte Regenwälder aufgrund der kurzfristigen Ziele wie Holzverkauf und Weideland waren keine Seltenheit und nirgendwo so schlimm, wie in Costa Rica.

Maßnahmen der Umweltpolitik

Bald erkannte Costa Rica, dass der tropische Regenwald wohl einer der größten Schätze des Landes ist und einen unglaublichen Artenreichtum aufweist, welcher stolze 5% der weltweiten Biodiversität ausmacht. Seit 1986 werden jährlich mehr als 5.000.000 Bäume gepflanzt und um einen Anreiz für das Nichtfällen eines Baumes zu geben, zahlt der Staat Prämien. Diese werden über eine Benzinsteuer in Höhe von 3,5% beglichen.

Seit der Abschaffung der Armee standen Gelder zu Verfügung, die in das nachhaltige Wachstum investiert wurden, was laut Roberto Dobles, dem costaricanischen Umweltminister, die Zukunft darstellt, denn mit dem Vergessen der Umwelt, ist weder wirtschaftliches noch soziales Wachstum möglich.

Die langfristige Umweltpolitik zeugt von Erfolg (die Waldfläche verdoppelte sich innerhalb von 20 Jahren) und wird mit vielfältigen Maßnahmen realisiert. So wurden neue Verfahren für die Bewässerung von Kaffee entwickelt, die den Wasserbedarf bei 40kg Café von 6000l auf 150l reduzierten und das Wasser anschließend wiederverwenden. Seit 1990 fliegt die CO2-neutrale Fluggesellschaft Nature Air verschiedene Destinationen in Costa Rica und Mittelamerika an.

Energiegewinnung

In Costa Rica werden 90% des Stroms mit Wasserkraft gewonnen. Ab dem Jahr 2021 soll Costa Rica das erste Land sein, das seinen Strom aus erneuerbaren Energien bezieht. Die Energieversorgung des Landes soll verantwortungsbewusst über zwei Wege sichergestellt werden. Zum einen soll eine kontinuierliche Steigerung des selbsttragenden Energieangebotes erfolgen, das gleichzeitig umweltfreundlich, sozial und wirtschaftlich sein soll. Zum anderen soll die volle Importabhängigkeit von Öl und externer Energiezufuhr reduziert werden.

Ziele

Zum 200. Geburtstag im Jahr 2021 soll das große Ziel erreicht werden, nur noch soviel CO2 auszustoßen, wie durch die Wälder auch abgebaut werden kann.

Ökotourismus

Seit geraumer Zeit stellt der Tourismus den wichtigsten Wirtschaftszweig für Costa Rica dar. Hierbei spielt das Konzept der Nachhaltigkeit eine große Rolle. Die nachhaltige Tourismusentwicklung steht für einen adäquaten Umgang mit natürlichen Ressourcen und soll ebenso der Lebensqualität der lokalen Gemeinden und der Entwicklung des Staates zugute kommen. Es gibt eine Vielzahl von Hotels, die sich diesem Konzept anschließen und großer Beliebtheit erfreuen.

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